
Kuhmilch
Beschreibung:
Die Allergie auf Kuhmilch kann schon kurz nach der Geburt auftreten, da das Allergen über die Muttermilch übertragen wird. Es gibt zwei Formen, in denen diese Allergie auftritt:
Die häufigste Form ist die getarnte Allergie. Es treten daher keine direkten Reaktionen auf den Genuss von Milch oder Milchprodukten auf. Als getarnte Allergie kann sie bei Kindern und Erwachsenen Neurodermitis verursachen sowie vielfältige Krankheitssymptome. Häufige Hautsymptome sind: Nässende, stark juckende Ekzeme an den Handgelenken, Unterarmen und Beinen, vorzugsweise auf der Beugeseite des Ellbogengelenks und Kniegelenks. Beim Kleinkind kann die Haut des Kopfes (mit Aussparung der Augen und des Mundes) sowie des gesamten Körpers großflächig befallen sein. Es können beim Kleinkind aber auch plaqueartige Ekzeme auftreten, die aussehen wie aufgeklebte Münzen. Bei vielen erwachsenen Menschen sind die Hautsymptome nur andeutungsweise oder gar nicht vorhanden, in diesen Fällen dominieren Magen- Darmsymptome wie Sodbrennen, Magendrücken, Völlegefühl, Blähungen oder Verstopfung.
Die zweite Form ist die akute Allergieform, hierbei treten unmittelbar bis Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen Haut- oder Schleimhautreaktionen auf. Typisch sind nässende Hautexantheme an der Beugeseite der Ellbogen und Knie, aber auch Sodbrennen, Magendrücken oder Übelkeit sind möglich.
Und das sagt Dr. Norman Walker:
Aus dem Buch : Täglich frische Salate erhalten Ihre Gesundheit ( ISBN 3926453-54-0 )
Der Ernährungswissenschaftler Dr. Norman Walker hat beispielhaft durch sein Leben bewiesen, dass man mit der richtigen Nahrung und mit seelischer Ausgeglichenheit ein hohes Alter erreichen und dabei fit bleiben kann.
Er war bis zu seinem Tode im 116. Lebensjahr im Vollbesitz seiner Kräfte, machte Haus- und Gartenarbeit und fuhr als über Hundertjähriger immer noch mit dem Fahrrad. Dr. Walker überlebte seine Kritiker und Spötter und gilt heute als Wegbereiter einer natürlichen gesunden Lebensweise.
Milch
Es wird allgemein angenommen, dass Kuhmilch eines der vollkommensten Nahrungsmittel ist. Eine halbe Wahrheit ist irreführender als ein bewusste Lüge. Milch ist das Nahrungsmittel in der menschlichen Ernährung, das am meisten Schleim bildet. Von der Kindheit bis ins Alter ist sie nach meiner Erfahrung die heimtückischste Ursache für Erkältungen, Grippe, Bronchialbeschwerden, Asthma, Heuschnupfen, Lungenentzündung, Tuberkulose, Hautkrankheiten und Stirnhöhlenprobleme.
Milch ist als Lebensmittel für Babys von ihrer Geburt an gedacht, so lange, bis die Muskeln und der ganze Körper genügend entwickelt sind, um natürliche Lebensmittel aufzunehmen. Kuhmilch war nie für ein Menschenkind bestimmt! Die Natur hat sie als Nahrung für das Kuhkalb vorgesehen!
Die Nahrung eines Kindes ist natürlich, wenn sie von der Milch seiner Mutter zur Verfügung gestellt wird. Diese Milch enthält Wasser, natürliche Zucker, Salze, Aminosäuren, Hormone, Vitamine und die Elemente, die für das Wachstum des kleinen Körpers erforderlich sind. Einer der wichtigsten Wirkstoffe in der Milch ist eine Substanz, die Kasein genannt wird; sie liefert eine große Zahl von Aminosäuren zur Bildung der Eiweißmoleküle, die den Körper des Kindes aufbauen. Kasein findet man nur in Milch und in Eiern. Kuhmilch ist erheblich dicker als Muttermilch, und sie enthält 300 % mehr Kasein als Muttermilch. Kuhmilch soll das Gewicht eines Kalbes in sechs bis acht Wochen verdoppeln, während der Körper eines Kindes sechs bis sieben Monate benötigt, um sein Gewicht zu verdoppeln . Kuhmilch baut den Körper eines Kalbes so auf, dass es im ausgewachsenen Zustand ein Gewicht von 450 bis 900 Kilogramm erreicht. Welcher Mann oder welche Frau haben den Ehrgeiz, ein Gewicht von 110 oder 140 Kilogramm zu erreichen?
Ein anderer wichtiger Gesichtspunkt, der gewöhnlich übersehen wird, ist der Phosphorgehalt der Milch. Phosphor ist ein Säurebildendes Element, und Kuhmilch enthält fast 50 % mehr Phosphor als Muttermilch. Außerdem ist das Verhältnis zwischen dem Phosphor- und dem Schwefelgehalt dieser beiden Milcharten unterschiedlich. Der menschliche Körper muss ein gewaltiges Maß an Anstrengung aufwenden, um Kuhmilch zu verdauen, und die Folge dieser Anstrengung, zusammen mit dem hohen Kaseingehalt der Kuhmilch, sind mit Schleimbildung einhergehende Leiden.
Rohe Kuhlmilch ist schon schlimm genug. Milch zu pasteurisieren und sie Kindern und Kranken zu verordnen, ist jedoch meiner Meinung und Erfahrung nach eine unglaubliche Dummheit.
Das Pasteurisieren von Milch wurde eingeführt, als Milch zum »Big Business« wurde. Es ist praktisch unmöglich, große Mengen an Milch und Milchprodukte ohne Verderb zu handhaben und sie über weite Entfernungen hinweg zu transportieren. Dieser Verderb bringt natürlich finanzielle Verluste mit sich. Die Frage des Nährwerts wurde Profiten untergeordnet. Gesetze wurden verabschiedet, um diese Profite zu schützen, ohne Rücksicht auf den Verlust des Nährwertes des Nahrungsmittels.
Unglücklicherweise wird die politische Maschinerie immer mehr vom Profitdenken geleitet als von ethischer Integrität. Wenn Integrität die Regel wäre, würde man der Pasteurisierung von Nahrungsmitteln und der Zerstörung der Lebenselemente in unserer Nahrung mehr Aufmerksamkeit und Beachtung schenken. Das würde jedoch Ausbildungsmethoden erfordern, die das Begriffsvermögen der heutigen Politiker übersteigen.
Es genügt wohl zu beweisen, dass die Pasteurisierung von Milch keinerlei Schutz für die Gesundheit des einzelnen oder der Gemeinschaft darstellt und dass sie lediglich die Milch vor dem Sauerwerden schützt.
Die Behauptung, dass rohe Milch Krankheiten verursacht, die verhindert wird, wenn die Milch pasteurisiert wird, ist total und komplett unwahr. Pasteurisierung tötet weder Typhusbakterien noch Kolibakterien, noch die Bakterien der Tuberkulose.
Um Krankheitserregende Bakterien zu töten, müsste die Milch auf eine Temperatur zwischen 90°C und 11O°C erhitzt werden. Das würde die Bildung von Sahne in der Flaschenmilch verhindern - ein großer Nachteil vom kaufmännischen Standpunkt aus.
Dass pasteurisierte Milch für den Verzehr durch Menschen gefährlich und ungeeignet ist, wurde durch nicht weniger als zwölf Todesfälle in San Franzisko im Jahre 1928 bewiesen, die man unmittelbar der pasteurisierten Milch zuschreibt.
In Montreal gab es 5.002 Typhusfälle mit 533 Toten, die man ebenfalls unmittelbar auf pasteurisierte Milch zurückführen konnte.
Wenn ich mich meinen eigenen Aufzeichnungen zuwende, so konnte ich feststellen, dass es bei Kindern in jedem Alter, bei Heranwachsenden und bei Erwachsenen unweigerlich zu unglaublichen gesundheitlichen Fortschritten kommt, wenn Kuhmilch aus ihrer Ernährung gestrichen wird.
Kinder, die ständig unter Erkältungen litten, wurden gesünder und stärker, wenn die Milch durch frische rohe Karottensäfte und andere Säfte ersetzt wurde, und ihre Erkältungen verschwanden.
Erwachsene, die an Asthma, Heuschnupfen und anderen Verschleimungszuständen leiden, sprechen sofort auf den Verzicht der Milch aus ihrer Ernährung an, vor allem dann, wenn ebenfalls Stärkeprodukte gemieden werden. Es ist reine Reklame, dass Milch ein notwendiger Bestandteil der menschlichen Ernährung sei. Wenn irgendein Angehöriger der Heilberufe ihre Verwendung empfiehlt, so ist dies ein Zeichen dafür, dass er die einfachen Gesetze der Ernährungsphysiologie nicht kennt und dass er die grundlegende Ursache für das Vorhandensein von übermäßigem Schleim im Organismus nicht erkannt hat.
Es gibt kein Mitglied des Tierreichs, das Milch als Nahrung nimmt, wenn es entwöhnt worden ist. Nur der Mensch ist so dumm zu übersehen, dass der Genuss von Milch die Ursache für viele seiner Leiden ist.
Die Natur hat die Milch jeder Tierart mit den notwendigen Bestandteilen ausgestattet, die für das Wachstum ihres Nachwuchses am besten geeignet sind.
Die Tatsache, dass Milch das Leben erhält, wenn sie nach dem Säuglingsalter als Nahrung verwendet wird, sei nicht bestritten. Es wird auch nicht bestritten, dass wir in seltenen Fällen eine Ziege ein Kalb, eine Hündin Kätzchen und eine Stute Hündchen säugen sehen. Wir haben sogar Aufzeichnungen darüber, dass ein Gorilla ein Menschenkind gestillt hat. Dies sind jedoch Notfälle der Natur und keine üblichen Praktiken.
Ich habe immer die Meinung vertreten, dass die Erziehung vom Kindergarten an und durch alle Schulklassen hindurch mit dem Studium der menschlichen Anatomie und der Ernährungsphysiologie beginnen und mit Nachdruck betrieben werden sollte.
Das betrifft die Wissenschaft vom Leben in unseren Nahrungsmitteln und die Bedeutung des Lebens in Gemüsen und Früchten für die Ernährung des menschlichen Körpers und die Regeneration seiner Zellen und Gewebe.
Ich vertrete ferner die Auffassung, dass eine Frau, bevor sie schwanger wird oder sofort nachdem sie festgestellt hat, dass sie schwanger ist, sich mit dieser Thematik befassen sollte, um den Problemen, die vor ihr liegen, zu begegnen.
Was ihre eigene Ernährung angeht, so hat diese jetzt eine doppelte Aufgabe. Sie muss nicht nur ihren eigenen Körper so ernähren, dass die Nahrung vollständig aufgenommen wird und dass ihre Ausscheidungsprozesse wirkungsvoll ablaufen, sondern sie muss zudem ausreichende Nahrung der richtigen Art zur Verfügung stellen, damit der Körper des Kindes richtig wächst.
Es ist zwar richtig, dass Milch eine große Menge Kalzium enthält - ein Element, das unbedingt notwendig ist -, aber die anderen Elemente, aus denen sich die Milch zusammensetzt, sind dennoch so unausgewogen im Verhältnis zu den Bedürfnissen des menschlichen Körpers, dass sie die Vorteile praktisch zunichte machen, die sich ansonsten aus dem Kalzium ergeben können. Wenn die Milch pasteurisiert wird, ist dies Grund genug, sie gänzlich zu meiden.
Pasteurisierte Milch, die von Müttern während der Schwangerschaft getrunken wird, ist vielleicht die Hauptursache für den Verlust ihrer Zähne, wenn sie wenig oder keine rohen Lebensmittel und Gemüsesäfte zu sich nehmen. In rohen Gemüsen, Salaten und Früchten findet man sowohl Kalzium als auch alle anderen wichtigen Wirkstoffe, welche die Mutter und das ungeborene Kind brauchen. Um sie aber in ausreichender Menge zu bekommen, müssen sie durch frische rohe Säfte ergänzt werden, z.B. Karottensaft oder eine Karotten- und Spinatsaftmischung. (Lesen Sie dazu mein Buch »Frische Gemüse- und Fruchtsäfte.«)
Das neugeborene Kind braucht Muttermilch. Wenn diese nicht verfügbar ist, dann ist Ziegenmilch die Milchart, die der chemischen Zusammensetzung der Muttermilch am nächsten kommt. Sie darf jedoch nicht pasteurisiert sein, und sie sollte nicht über eine Temperatur von 36° C erhitzt werden. Nach den ersten drei oder vier Wochen kann man ihr frisch zubereiteten Karottensaft hinzufügen. Man beginnt mit einem Viertel Karottensaft auf drei Viertel Ziegenmilch und erhöht den Anteil des Karottensaftes allmählich. Das hat sich als sehr wirksam erwiesen.